
Auf der Glasbearbeitungsstrecke ist Wärme nicht einfach nur Wärme – sie ist auch eine Frage des Zeitpunkts, der Form sowie des Spannungsgrades. Wenn der Strahler nicht mit der Geschwindigkeit des Transportbands mithalten kann, beginnen die Fenster beim Glühen und Biegen aus der Form zu geraten. Zudem treten optische Mängel an den beschichteten oder laminierten Teilen auf. Wir haben diesen hocheffizienten Infrarotstrahler für die Produktionsstätte entwickelt – dort ist nur die von Ihnen festgelegte Temperatur entscheidend, und nur die Temperaturanhebung, die zum jeweiligen Prozessschritt passt, spielt eine Rolle.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Kurzwell-Infrarotstrahler, die direkt auf die Emissivität des Glases wirken. Dadurch wird die Konvektion reduziert und die Energie kommt genau dort an, wo sie benötigt wird. In den Glühzonen erreicht man eine Temperaturerhöhung von 6–8 °C/s auf 650 °C – bei einer Leistuddichte von 40–60 kW/m². Die Temperaturregelmäßigkeit in der heißen Zone liegt dabei bei ±2,5 °C. Dadurch bleiben Verformungen unter Kontrolle und es treten weniger thermische Schäden auf. Die Reaktionszeit ist kurz – die volle Leistung wird bereits in weniger als 2 Sekunden erreicht – dadurch können die Heizeinsätze verkürzt werden, ohne dass die Oberflächengüte beeinträchtigt wird.
Warum dieser Strahler in der Praxis funktioniert:
Beim Glühen ist ein präzises, reproduzierbares Temperaturprofil notwendig, um eine gleichmäßige Druckverteilung auf der Oberfläche zu erzielen, ohne die Ränder zu verbrennen. Beim Biegen muss das Glas konstant auf die Form des Formwerkzeugs treffen – von Rand zu Rand. Bei der Laminierung und Trocknung der Beschichtungen muss die Wärme durch die Zwischenlagen oder Filme dringen, ohne die Außenoberfläche zu verbrennen. Dieser Strahler sorgt für diese Reproduzierbarkeit. Dadurch wird die Produktionskapazität erhöht, es werden weniger kWh pro Teil verbraucht und es entstehen weniger Defekte, die auf ungleichmäßige Erwärmung zurückzuführen sind. Der Strahler passt problemlos in bestehende Öfen und Infrarotmodule – somit kann man die Anlage ohne größere Umbauten aufrüsten.
Was man beachten sollte:
Die Installation ist einfach – doch die Ausrichtung der Reflektoren muss präzise erfolgen. Halten Sie die Fokaldistanz bei 50–100 mm und stellen Sie sicher, dass die Reflektoren sauber bleiben und keine Oxidationsschäden aufweisen – sonst wird die Temperaturregelmäßigkeit beeinträchtigt. Die Quarzkapsel ist robust, doch sie verträgt keine mechanischen Belastungen während des Transports. Die Leistung nimmt ab, wenn die Temperatur am Ende der Lampe die zulässigen Grenzen überschreitet. Planen Sie daher Schutzmaßnahmen in Bereichen mit hoher Kühlgeschwindigkeit, um thermische Schäden zu vermeiden. Passen Sie die spektrale Ausstrahlung an den Glastyp sowie die Beschichtung an – wenn Chemie und Temperaturprofil zusammenpassen, funktioniert die Anlage einwandfrei.