
Warum die Glasherzung nur so gut ist wie Ihre Lampen
Falls Sie schon einmal mit einer Charge Glas zu tun hatten, bei der die Gläser rissen oder seltsame optische Verzerrungen auftraten, wissen Sie, wie frustrierend das sein kann. Meistens liegt das Problem an einer ungleichen Wärmeverteilung.
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Reihe von Lampen. Eine Lampe erzeugt 1200 Watt Wärme, während die Lampe direkt daneben nur 1100 Watt erzeugt. Dieser kleine Unterschied verursacht innere Spannungen im Glas – das führt zu Problemen.
Deshalb verwenden wir Infrarotlampen mit zwei Tuben. Dadurch wird die Strahlungsfläche verdoppelt, ohne dass mehr Platz benötigt wird. Dadurch erhöht sich der Wärmefluss erheblich – doch es ist nicht notwendig, die Spannung auf gefährliche, instabile Werte zu erhöhen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Es kommt auf den Unterschied zwischen den Lampen an
Die Leute konzentrieren sich meist auf die maximale Temperatur. Doch ehrlich gesagt ist der maximale Wert nicht so wichtig wie der Unterschied zwischen den einzelnen Lampen. In einem Ofen müssen alle Lampen praktisch identisch sein – in der Regel innerhalb von ±5 %. Wir widmen viel Zeit den kleinen Details, wie zum Beispiel der Ausrichtung des Filaments und der Dicke der Quarzkapsel.
Wenn das Filament auch nur leicht von der Mittellinie abweicht, ändert sich die Wärmeverteilung. Plötzlich entstehen „kalte Stellen“ im Glas – und man muss wieder von vorn anfangen.
Der Vorteil der Konstruktion mit zwei Tuben ist, dass dadurch ein viel gleichmäßigeres Strahlungsfeld entsteht. Die Strahlungsfläche ist größer, wodurch das Glas eine konstante Energiezufuhr erhält. Das fühlt sich einfach richtig an.
Praktische Aspekte
Man kann diese Lampen nicht einfach in irgendein Gerät stecken und erwarten, dass alles perfekt funktioniert. Diese Hochleistungslampen verbrauchen viel Strom. Wenn die Stromversorgung nicht dem Spannungsabfall der Lampen entspricht, kommt es zu Problemen. Die Verkabelung muss daher geeignet sein – sonst arbeiten die Lampen am Ende des Schaltkreises kühler als die am Anfang.
Und vergessen Sie nicht: Quarztuben werden in der Fabrik stark beansprucht. Auch wenn die Konstruktion mit zwei Tuben mehr Leistung ermöglicht, belastet sie auch die Reflektoren stärker. Ich empfehle immer, alle paar Monate die Ausrichtung der Reflektoren zu überprüfen. Wenn einer davon verschoben ist, verschwendet man Energie, die die Lampe eigentlich liefern müsste.
Das Beste daran: Wenn die Hardware tatsächlich gleichmäßig ist, wird die PID-Einstellung viel einfacher. Man muss nicht mehr raten. Die Software kann dann ihre Aufgabe erfüllen, denn die Hardware stört sie nicht mehr.