
Betreten Sie nach Sonnenuntergang einen Gewächshaus in einer abgelegenen Gegend – dann wissen Sie, dass der alte Kerosinbrenner weiterhin seine „schmutzige“ Arbeit verrichtet. Die Luft ist dick und stickig, man schmeckt den Rauch, und eine ölige Schicht bedeckt die Glasscheiben. Die Pflanzen kämpfen um eine konstante Wärme – die Leute halten die Tür daher offen, damit sie atmen können.
Die Ersetzung dieses Brenners durch einen elektrischen Infrarotheizer bedeutet nicht nur einen Wechsel des Geräts selbst. Der Heizer reinigt die Luft, sorgt für eine gleichmäßige Temperatur und macht den Raum wieder angenehm zu bewohnen.
Was wirklich wichtig ist: Elektrische Infrarotheizer strahlen Wärme in geraden Linien aus. Sie heizen Menschen, Boden sowie Pflanzenzellen direkt – anstatt Zeit mit dem Aufwärmen der Luft zu verschwenden.
Viele Geräte nutzen Kohlenstofffaser-Elemente oder Quarztuben, um mittelwelliges Infrarotlicht zu erzeugen. Dadurch wird die Wärme gleichmäßig verteilt und reagiert schnell auf Veränderungen in der Temperatur.
Achten Sie bei der Auswahl des Geräts auf praktische Eigenschaften wie die Stromversorgung (120V oder 240V), einen Thermostat, der die gewünschte Temperatur innerhalb einiger Grad hält, sowie einen geschlossenen Aufbau, der Staub und Feuchtigkeit fernhält. In einem feuchten Gewächshaus ist auch die IP-Zertifizierung wichtig. Vergessen Sie außerdem nicht Sicherheitsmerkmale wie Schutz vor Umkippen und thermischen Überlastungen.
Warum das im Gewächshaus sinnvoll ist: Kerosinbrenner bringen Ruß, Gerüche sowie Verbrennungsprodukte mit sich, die sich auf den Blättern ablagern. Auch der Sauerstoffgehalt kann sinken.
Elektrische Infrarotheizer bleiben an der Stelle, an der sie verwendet werden, sauber. Es gibt keine offene Flamme, keinen Rauch und kein ständiges Nachfüllen von Brennstoff. Dadurch sind die Pflanzen besser geschützt, es entsteht weniger Stress für die empfindlichen Blätter – und die Arbeiter können ohne brennende Augen oder Reizhusten arbeiten.
Die Wärme wird innerhalb von Sekunden bereitgestellt, sodass man schnell reagieren kann, wenn es kalt wird. Man zahlt also nur für die Bereitstellung der Wärme, nicht für die Luft, die durch Lücken und Ritzen entweicht.
Die Details, die dafür sorgen, dass es funktioniert: Infrarotwärme wirkt nur dann effektiv, wenn sie auf die richtigen Flächen trifft. Deshalb ist die richtige Anordnung entscheidend. Richten Sie den Strahl so aus, dass er Bänke und Wege erwärmt – lassen Sie jedoch nicht zu, dass Regale die Sicht behindern.
In größeren Gewächshäusern reicht meist ein Heizer nicht aus. Planen Sie daher mehrere Heizer ein, um kalte Stellen auszugleichen.
Sie benötigen außerdem einen separaten Stromkreis, der der Leistung des Heizers entspricht. In feuchten Umgebungen müssen die elektrischen Anschlüsse gut geschützt und richtig geerdet sein.
Infrarotwärme kann die Luft etwas trockener machen. Wenn Sie empfindliche Pflanzen anbauen, sollten Sie den Heizer mit einem kleinen Luftbefeuchter kombinieren.