
Warum die meisten Badezimmerheizer versagen – und wie wir das verhindern
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für elektronische Geräte. Mal ist es dort eiskalt, im nächsten Moment wieder unglaublich heiß und feucht. Es handelt sich dabei um einen brutalen Wechsel zwischen extremer Hitze und hoher Feuchtigkeit. Für die meisten Heizer bedeutet das einen Kurzschluss.
Wir bauen diese Geräte nicht einfach zusammen und versenden sie direkt an den Kunden. Sonst würde das Produkt nach nur drei Monaten schon kaputtgehen. Stattdessen unterziehen wir jede Charge einer „Feuchtigkeitstests“. Im Grunde versuchen wir, die Geräte im Labor auf ihre Belastbarkeit zu testen, damit sie nicht bereits in Ihrem Badezimmer versagen.
Der Kampf gegen Dampf
Die meisten dieser Heizer verwenden Quarzglasröhren, um sofortige Wärme zu erzeugen. Doch hier liegt das Problem: Wenn diese Röhren Temperaturen von mehreren Hundert Grad erreichen, führt schon die geringste Menge an Salz oder Feuchtigkeit auf dem Glas dazu, dass es an bestimmten Stellen überhitzt. Das Glas wird dadurch beschädigt – und dann bricht es.
Um dieses Problem zu lösen, stellen wir die Geräte in Kammern mit hoher Luftfeuchtigkeit und variieren dort die Temperatur ständig. So gelangt Feuchtigkeit in alle Verschlüsse und Anschlüsse. Wenn ein Verschluss auch nur leicht beschädigt ist, kann Wasser auf die elektrischen Kontakte gelangen und einen Kurzschluss verursachen. Wir möchten lieber diesen Fehler schon im Labordurchgang erkennen, anstatt dass Sie ihn erst bemerken, wenn Sie aus der Dusche kommen.
Umgang mit dem „Deckenofeneffekt“
Da diese Heizer eingebaut sind, befinden sie sich praktisch in einem kleinen Raum in der Decke. Wenn der Heizer maximale Leistung abgibt und der Raum voller Dampf ist, wird es sehr heiß. Billige Materialien können das nicht aushalten – sie verformen sich, schmelzen oder versagen einfach. Deshalb verwenden wir hochwertige Legierungen und Polymere, die ihre Form beibehalten können. Es mag zwar nicht besonders attraktiv aussehen, aber genau das sorgt dafür, dass das Gerät auch in schwierigen Bedingungen funktioniert.
Der Kompromiss
Der Nachteil ist: Dieser Prozess nimmt Zeit in Anspruch. Wenn ein Produkt mehr als 500 Stunden lang gestresst wird, können wir es nicht einfach so versenden. Unsere Lieferzeiten sind länger, weil wir diesen Schritt auf keinen Fall überspringen wollen.
Aber es lohnt sich. Sie erhalten einen Heizer, der Ihren Sicherungsschalter nicht auslöst und nicht unerwartet kaputtgeht. Er funktioniert einfach – auch dann, wenn es stark dampft und die Bedingungen schwierig sind.